Mitschöpferisch tätig sein

 

Mitschöpferisch tätig sein, was heisst das? Im Text vom Monat März brauche ich diesen Ausdruck im Zusammenhang mit dem Thema Liebe und Achtung. Ich möchte diesen Ausdruck nun genauer erklären. Basis für die Erläuterungen ist das Wissen, dass alles Leben Geist ist, einfach in unterschiedlicher Dichte. Alles ist Energie, das Sichtbare hat eine grössere Dichte als das Unsichtbare. Energie bedeutet Schwingung, das heisst, das Sichtbare hat eine langsamere Schwingung, das Unsichtbare hat eine schnellere oder höhere Schwingung. Alles was lebt ist auf der Schwingungsebene miteinander verbunden: Die unterschiedlichen Erscheinungsformen - Mensch, Tier, und Natur -sind auf der feinstofflichen Ebene entsprechend ihrer Schwingungsdichte miteinander verbunden. Sie stehen mehr oder weniger zueinander in Resonanz. Auf feinstofflichen Ebenen grenzt weder Form, noch Gattung, noch Herkunft ein Lebewesen vom andern aus. Im Gegenteil, sie ziehen einander an und wenn sie dieselbe Schwingung aufweisen, potenzieren sie sich. Grenzen zwischen Mensch, Tier und Natur macht nur der Mensch, in Wirklichkeit ist die Schwingung eines Lebewesens ausschlaggebend und nicht seine Form oder Zugehörigkeit. Theoretisch sollte die Spezis Mensch die höchste Schwingung haben, dem ist aber oft nicht so. Erst das erwachte Bewusstsein lässt die Schwingung eines Menschen höher sein, als das eines andern Lebewesens.

   

Zum erwachten Bewusstsein gehört unter anderem das erkennen der geistigen Gesetze. Mit diesem Wissen können wir beginnen, mitschöpferisch tätig zu sein. Mit andern Worten, wir sind uns des geistigen Gesetzes der Resonanz (das ich oben beschrieben habe) bewusst und beginnen für unsere Schwingungen die Verantwortung zu übernehmen. Ob es uns passt oder nicht, wir produzieren andauernd Schwingungen und diese suchen sich augenblicklich gleichgeschaltete Schwingungen und verbinden sich mit ihnen. Nicht vergessen, die Schwingungen bleiben nicht in den eigenen vier Wänden, sie stoppen auch nicht beim Nachbarn oder an der Schweizergrenze, sie potenzieren sich mit allen gleichschwingenden Energien im ganzen Kosmos. Schwingungen erzeugen wir andauernd durch unsere Gedanken und Gefühle, das können wir nicht verhindern. Wir können aber die Qualität der Schwingungen beeinflussen, indem wir für unsere Gedanken und Gefühle die Verantwortung übernehmen.

  

Wie das Gesetz der Resonanz im Alltag wirkt, können Sie anhand des nächsten Beispiels sehen.

Stellen wir uns dazu eine Situation vor: Sie betreten einen Raum in dem hundert Personen sind. Sie sind sich ihrer Verantwortung für ihre Schwingung bewusst und Sie lassen im Bewusstsein einen Gedanken von Licht und Liebe durch sich hindurchfliessen. Licht und Liebe bedeuten auf der Energieebene die höchste Schwingung. Es ist ein momentanes kurzes Loslassen von allen Gedanken, Befürchtungen, Vorstellungen, Ängsten, Erfahrungen und vieles mehr. Indem Sie für sich einen liebevollen Gedanken – oder eben einen Gedanken von Licht und Liebe – haben, erzeugen Sie dadurch eine sehr hohe Schwingung. Was geschieht nun?

  

Alle hundert Personen reagieren auf diesen lichtvollen Impuls, auch wenn ihnen dies nicht bewusst ist. Alle erhöhen tendenziell ihre eigene Schwingung! Das hat zur Folge, dass der ganze Energiepegel im Raum sich erhöht, das kommt Ihnen zugute. Wenn die hundert Personen nach Hause gehen, haben alle eine höhere Schwingung, das heisst, sie verhalten sich dementsprechend lichtvoller. Zum Beispiel schlägt einer seinen Hund nicht - wie sonst üblich – etc. Ein Gedanke in Licht und Liebe ist für alle segensreich, dies bedeutet aber für jeden etwas anderes, entsprechend seines jeweiligen Energiepegels.

  

Das Gesetz der Resonanz lautet: gleichgeschaltete Schwingungen ziehen sich an. Der kraftvollste Impuls ist der, der bedingungslosen Liebe. Durch seinen Impuls erhöhen sich alle Schwingungen. Es werden nicht alle Schwingungen in das vollkommenen Fliessenlassen kommen, aber tendenziell zieht es alle nach oben.

  

Der Vollständigkeit halber muss noch gesagt werden, dass es selbstverständlich auch eine Resonanz gibt, wenn jemand in den Raum zu den hundert Personen kommt und eine langsame, schwere und negative Schwingung hat. Der entscheidende Unterschied ist, dass diese Schwingung nur die Personen beeinflussen kann, die diesem negativen Energielevel entsprechen. Jemand mit einer höheren Schwingung kann nicht beeinträchtigt – oder heruntergezogen – werden.

  

Dieses Beispiel mit dem Raum und den hundert Personen braucht noch eine Erklärung. Energie ist nicht an einen Raum und an hundert Personen gebunden. So häufig, wie Sie sich bewusst sind, dass Sie in diesem Bewusstsein von Licht und Liebe sind und Sie sich mit dem entsprechenden Gedanken bedenken, ist das ein Impuls an die ganze Schöpfung. Indem Sie die Verantwortung für Ihre Energie und Ihre Schwingung übernehmen, sind Sie schon mitschöpferisch tätig. Jeder Gedanke von Licht und Liebe ist gleichzeitig ein Impuls der an die ganze Schöpfung geht. Alle Menschen, alle Tiere, die ganze Natur dürfen daran teilhaben. Denken Sie nun, dass ein liebevolle Gedanke für einen Selbst egoistisch ist? Über das Thema Ego reden wir im Monat Mai. Wenn Sie nicht sicher sind, können Sie bis dahin üben, sich und andern in Freude und Achtung zu begegnen.

  

 

Mengiarda Darms, im April 2010

 

 

 

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