Wille und Absicht

  

Was den Menschen von all den andern Lebewesen unterscheidet ist, dass er einen Willen hat und mit diesem ein Ziel anstreben kann. Zuerst braucht er die Absicht irgendwohin zu streben und danach den Willen es in die Tat umzusetzen.

 

Ohne Zielvorgabe tummelt der Mensch so vor sich hin, der Alltag nimmt ihn gefangen mit Arbeit. Die ganze Aufmerksamkeit ist auf Arbeit, Familie, Freizeit, Hobby, Sport reduziert. Der Alltag frisst ihn auf und die Zeit läuft ihm davon. Dass die ganze Aufmerksamkeit auf die jeweilige Tätigkeit gerichtet ist, spricht für ihn. Qualität und Präsens sind unumgängliche Faktoren, die vom heutigen Menschen gefordert werden. Das Problem ist nur, der Alltag und die Arbeit bestimmen über den Menschen und nicht der Mensch über die Arbeit und seinen Alltag. In der Arbeitswelt wird der totale Einsatz gefordert, dass der Mensch an seine Grenzen stösst und seine Freizeit nur noch braucht, um sich auszuruhen oder um den nächsten Tag zu überstehen. Häufig ist dies die Realität in der viele, viele Menschen stecken.

 

Es braucht den Willen um in unserem System mitzumachen, der Ehrgeiz treibt uns voran und die Absicht, dabei Geld zu verdienen. Wenn man dabei kein Geld verdienen würde, sähe der Alltag der meisten Menschen anders aus. Stress wäre ein Fremdwort und jeder würde sich mit dem beschäftigen, was ihn interessiert und was ihm wichtig wäre. Es gäbe wahrscheinlich weniger Streben, weniger Ehrgeiz und viel Freizeit und Nichtstun.

 

Der Wille etwas zu erreichen zeichnet den Menschen aus. Der Wille ist der Motor und die Absicht das Gefährt auf dem der Mensch sein Ziel anstreben kann. Der Wille wurde durch die ganze irdische Entwicklung des Menschen zunehmend wichtiger und existentieller. Ohne den Willen wäre der Mensch noch Höhlenbewohner und es gäbe keinen Fortschritt, keine Erneuerungen, keine Technik. Der Mensch wurde durch die Umstände des Lebens so geschult, dass sein Wille immer stärker wurde. So weit so gut.

 

Nun ist es an der Zeit, den Willen auch für spirituelle Ziele einzusetzen. Das bedeutet nicht, dass man aus der Arbeitswelt oder aus unserem gut strukturierten Alltag ausbrechen soll, im Gegenteil. Der Mensch hat sich den Willen antrainiert, um wissentlich und bewusst mitzugestalten. Bis jetzt wurde der Wille für sichtbare Ziele gebraucht, dadurch wurde er gefestigt und kann nun genauso zielgerichtet für die geistigen Gesetze eingesetzt werden. Der Mensch hat durch seine irdische Entwicklung nichts Unnützes gelernt. Alle seine Eigenschaften und Qualitäten sind daraus ausgerichtet, einmal ein spiritueller Mensch zu werden. Sie sind die Grundlage und die Voraussetzung auf denen weiter aufgebaut werden soll. Der Wille und die Absicht wurden antrainiert, um nun als nächsten Schritt die geistige Welt zu erobern.

  

Dazu braucht es jeden Tag von neuem den Willen und die Absicht dieses Bewusstsein umzusetzen und zu leben. Es braucht den Willen und die Absicht die geistigen Gesetze im Alltag und im Berufsleben anzuwenden. Die Gesetze sind da, ob wir sie wahrnehmen oder nicht. Wenn wir sie erkennen, können wir mit ihnen arbeiten anstatt gegen sie. Wenn wir das Schöpferprinzip akzeptieren und wissen, dass es nur Vollkommenheit ausdrücken will und wir die Aufgabe haben Mitschöpfer zu sein um diese Vollkommenheit auszudrücken. Mitschöpfer sein im wahrsten Sinne des Wortes, dass es für jedes Lebewesen segensreich und in Liebe ist. Diese Ziele können wir nur anvisieren, wenn wir jeden Tag von neuem den Willen und die Absicht haben, sie umzusetzen. Wichtig ist zu wissen, dass jeder genau an der Arbeitsstelle ist, an der er spirituell wachsen kann. Jede Familienkonstellation, jede Beziehung, jede Situation erlebt man genau darum, um an ihr wachsen zu können. Mit dem Wissen um die Gleichwertigkeit, können Sie augenblicklich aus der Opfer-Täterrolle aussteigen. Nicht das Gegenüber soll etwas verändern, nein, Sie verändern Ihre Einstellung dazu und gleichzeitig verändert sich Ihre Schwingung. Ich gehe diesmal nicht auf die einzelnen Gesetze ein, ich möchte Sie nur daran erinnern.

 

Das Wissen um das Schöpferprinzip und um die geistigen Gesetze reicht nicht aus, eine belastende Situation zu verändern. Erst der Wille und die Absicht mit dem Wissen zu arbeiten, ziehen eine Veränderung nach sich. Wissen alleine ist nicht genug, es verpflichtet, jeden Tag von neuem sich der geistigen Gesetze bewusst zu sein und sie in Liebe anzuwenden. Jede Situation kann durch ihr Bewusstsein verändert oder mitgestaltet werden, indem Sie liebevolle anstatt fordernde Gedanken hineingeben. Arbeiten Sie tausendmal am Tag, in jeder Situation mit Ihrem unglaublichen Potential, das brach liegt, wenn Sie es nicht nutzen. Wer das Schöpferprinzip erkannt hat und sich seiner Verantwortung bewusst ist, dass er selbst Schöpfer ist, kann sich seinem Wissen nicht mehr entziehen. Seien Sie tagtäglich ein würdevoller Schöpfer in Familie, Berufsleben, Alltag, Freizeit, Hobby, Sport – was immer Ihre Tätigkeit ist, indem Sie sich der Verantwortung Ihrer Gedanken und dadurch Ihrer Schwingung bewusst sind. Jeder negative Gedanke geht in Resonanz und zieht einen eben solchen wieder an. Jeder liebevolle Gedanke geht ebenfalls in Resonanz und Sie kreieren eine freundliche und liebevolle Situation.

 

Weihnachten steht vor der Türe, das Fest der Liebe und der Versöhnung. Schenken Sie Ihrer Umgebung und der ganzen Welt Liebe und freundliche Gedanken und dadurch werden auch Ihre Worte und Taten von diesem Gedankengut durchdrungen und verändert. Schimpfen Sie nicht dauernd über die schlechte Welt und die uneinsichtigen Menschen. Schicken Sie stattdessen lichtvolle, liebevolle Gedanken dieser Welt und diesen Menschen und seien Sie sich Ihrer grossen Verantwortung bewusst, ein segensreicher Schöpfer und Mitgestalter dieser Welt zu sein. Jeder einzelne Ihrer Gedanken entscheidet über Gleichgewicht oder Ungleichgewicht, jeder Gedanke entscheidet welchen Impuls Sie der Welt weitergeben.

 

Brauchen Sie Ihren Willen und die Absicht, tagtäglich segensreich zu sein und streben Sie an, sich immer mehr zu vervollkommnen und Ihr Bewusstsein zu veredeln. Tragen Sie die schönen Gefühle der Liebe und des Mitgefühls das ganze Jahr hindurch in die Welt hinaus und bereichern und beschenken Sie alle Menschen und Tiere. Wunderbar ist, dass Sie selbst sich ebenfalls beschenken, denn es wird Sie glücklich und zufrieden machen.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen eine segensreiche Advent- und Weihnachtszeit und tragen Sie die Liebe das ganze Jahr in die Welt hinaus.

 

Im nächsten Jahr werde ich vorläufig mit den Monatsgedanken aufhören, eventuell nehme ich sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf. Ich werde hie und da einen Text zu irgend einem Thema schreiben, aber nicht mehr regelmässig.

 

 

Mengiarda Darms, im Dezember 2011

 

 

 

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